Das Team schreibt den Dienstplan selbst. Was vor wenigen Jahren noch als radikal galt, wird heute ernsthaft diskutiert. Mehr Mitsprache, mehr Flexibilität, mehr Zufriedenheit. In Zeiten von Fachkräftemangel klingt Selbstplanung fast wie die logische Antwort auf steigende Erwartungen an moderne Arbeitgeber.
24.2.2026
Doch wie viel Freiheit verträgt ein Dienstplan wirklich?
Zwischen Ideal und Realität
Auf den ersten Blick ist der Gedanke bestechend. Wer seine Arbeitszeiten mitgestalten kann, fühlt sich ernst genommen. Private Verpflichtungen lassen sich besser integrieren, die Planbarkeit steigt und Konflikte nehmen ab. Mitarbeitende übernehmen Verantwortung, weil sie Teil der Lösung sind.
Gerade für Pflegende, die häufig in wechselnden Schichten arbeiten, könnte Selbstplanung neue Möglichkeiten eröffnen. Regelmässige Hobbys, ein fixes Training am Dienstagabend oder wiederkehrende familiäre Verpflichtungen lassen sich deutlich besser einplanen, wenn eigene Präferenzen frühzeitig berücksichtigt werden. Planbarkeit wird so zu einem Stück Lebensqualität.
Selbstplanung kann Vertrauen stärken. Und Vertrauen wirkt sich direkt auf Motivation und Bindung aus.
Gleichzeitig müssen in der Einsatzplanung betriebliche Anforderungen, gesetzliche Vorgaben, Auslastungsschwankungen und Qualifikationen berücksichtigt werden. Unbeliebte Schichten verschwinden nicht einfach, nur weil man sie zur freien Wahl stellt. Ohne klare Regeln entsteht schnell ein Ungleichgewicht. Manche planen strategisch für sich, andere fühlen sich benachteiligt. Transparenz geht verloren, obwohl sie eigentlich gewonnen werden sollte.
Genau hier entscheidet sich, ob Selbstplanung funktioniert oder scheitert.
Freiheit beginnt nicht erst im Dienstplan
Ein oft unterschätzter Faktor liegt bereits vor der eigentlichen Planung: in der Rekrutierung.
Selbstplanung funktioniert besonders gut, wenn Teams bewusst divers zusammengesetzt sind. Unterschiedliche Lebensrealitäten, Arbeitszeitmodelle und Präferenzen sorgen dafür, dass sich Schichten besser verteilen lassen.
Wer bereits bei der Einstellung darauf achtet, verschiedene Bedürfnisse im Team abzubilden, schafft eine deutlich stabilere Grundlage für flexible Planung. Ein homogenes Team mit identischen Wunschzeiten stösst schneller an Grenzen als ein diverses Team mit ergänzenden Verfügbarkeiten.
Selbstplanung ist damit nicht nur ein Planungsmodell, sondern auch eine strategische Frage der Teamzusammensetzung.
Freiheit braucht einen Rahmen
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Selbstplanung ja oder nein. Sondern: Wie wird sie gestaltet?
Erfolgreiche Modelle verbinden Mitgestaltung mit klaren Leitplanken. Es braucht definierte Spielregeln, transparente Kriterien und eine übergeordnete Struktur, die sicherstellt, dass der Betrieb jederzeit funktioniert. Freiheit ohne Orientierung führt zu Unsicherheit. Struktur ohne Mitsprache hingegen zu Frust.
Technologie spielt dabei eine zentrale Rolle. Digitale Systeme können Präferenzen sichtbar machen, Konflikte früh erkennen und gesetzliche Anforderungen automatisch prüfen. Sie schaffen eine gemeinsame Grundlage, auf der Entscheidungen nachvollziehbar werden. So entsteht kein Kontrollverlust, sondern eine neue Form der gemeinsamen Verantwortung.
Flexibilität und Verlässlichkeit sind kein Widerspruch
Moderne Einsatzplanung bedeutet nicht, die Führung aus der Hand zu geben. Sie bedeutet, Verantwortung zu teilen und Prozesse transparenter zu machen. Wer Selbstplanung strategisch einführt, stärkt nicht nur die Zufriedenheit im Team, sondern auch die Stabilität der Organisation.
Genau hier setzt pia an. Die Lösung unterstützt Unternehmen dabei, Mitarbeitende aktiv einzubeziehen, Wünsche strukturiert zu erfassen und gleichzeitig betriebliche Anforderungen im Blick zu behalten. So entsteht ein Gleichgewicht zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit.
Der Dienstplan der Zukunft braucht Freiheit in einem strukturierten Rahmen.
Selbstplanung ist kein Trend, sondern Ausdruck eines veränderten Führungsverständnisses. Wer sie richtig umsetzt, gewinnt Motivation, Transparenz und Planbarkeit.
Wäre ein strukturiertes Selbstplanungsmodell für dein Team interessant? Kontaktiere uns und wir zeigen dir gerne, wie du dies mit pia einfach und kontrolliert umsetzen kannst.